Katrin Pflieger, Tourismusverbund Rennsteig-Saaleland e.V.
Schleiz, 08.05.2026 – Über 30 touristische Akteure aus dem Saale-Orla-Kreis und dem Landkreis
Saalfeld-Rudolstadt kamen zum 6.Tourismusfrühstück des Tourismusverbundes Rennsteig-Saaleland
am Wohnmobilstellplatz am Schleizer Dreieck zusammen. Die Veranstaltungsreihe wurde ins Leben
gerufen, um die Akteure der Region miteinander ins Gespräch zu bringen und über aktuelle
Entwicklungen rund um das Thüringer Meer zu informieren.
Der neue Wohnmobilstellplatz am Schleizer Dreieck bot in diesem Jahr den passenden Rahmen für den
Austausch. Vertreter aus Beherbergungsbetrieben, Kommunen, Kultur- und Freizeiteinrichtungen
nutzten die Veranstaltung als Plattform für Dialog, Vernetzung und neue Impulse rund um das
Thüringer Meer.
Der Schleizer Bürgermeister Marko Bias begrüßte die Gäste zunächst als Gastgeber und gab Einblicke in
die Entstehungsgeschichte des neuen Stellplatzes. Mit seiner zentralen Lage am Schleizer Dreieck soll
das moderne Angebot insbesondere die wachsende Zielgruppe der Caravan- und Wohnmobiltouristen
ansprechen und einen weiteren touristischen Mehrwert für Schleiz sowie die Region Thüringer Meer
schaffen.
Landrat Christian Herrgott, Vorstandsvorsitzender des Tourismusverbundes, hob in seiner Begrüßung
die Bedeutung des regelmäßigen Austauschs innerhalb der Tourismusbranche hervor. Eine starke
Vernetzung der Akteure sei ein wichtiger Baustein für die nachhaltige Weiterentwicklung des Thüringer
Meeres – sowohl für touristische Highlights der Region als auch für die vielen engagierten
Leistungsträger vor Ort. Zudem verwies er auf die Unterstützung des Landratsamtes bei verschiedenen
touristischen Projekten und Entwicklungsprozessen in der Region.
„Wir müssen die touristischen Leuchttürme unserer Region stärken und das Netzwerk unserer Akteure
weiter festigen, damit sich das Thüringer Meer langfristig erfolgreich als Reiseregion behaupten kann“,
betonte Herrgott.
Die Geschäftsführerin des Tourismusverbundes, Katrin Pflieger, stellte anschließend aktuelle Projekte
und Entwicklungen des Verbandes vor.
Ein zentrales Thema ist derzeit die Erarbeitung einer Tourismus- und Marketingstrategie für die
Region Thüringer Meer im Rennsteig-Saaleland. Zusammen mit regionalen Partnern entwickelt der
Tourismusverbund eine klare Positionierung der Marke „Thüringer Meer“, definiert Zielgruppen und
Leitprodukte und leitet konkrete Maßnahmen in den Bereichen Marketing, Digitalisierung,
Kooperationen und Qualität ab.
Auch in der touristischen Infrastruktur gibt es weitere Fortschritte: Gemeinsam mit dem Zweckverband
Tourismus und Infrastruktur Thüringer Meer entsteht derzeit der neue rund 200 Kilometer lange
Thüringer Meer Weg. Aktuell wird die Beschilderung des Fernwanderweges vorbereitet, parallel laufen
Maßnahmen zur Angebotsentwicklung und Vermarktung. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält das
Projekt durch einen Beitrag im renommierten Wandermagazin, das in seiner Sommerausgabe über den
Weg berichten wird. Auch im Radtourismus wird die regionale Vielfalt weiter gebündelt: Gemeinsam
mit dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt entsteht derzeit eine neue landkreisübergreifende
Radbroschüre unter der Dachmarke Thüringer Wald mit rund 25 Tourenvorschlägen, die im Sommer
2026 erscheinen soll. Darüber hinaus setzt der Tourismusverbund verstärkt auf Qualitätsinitiativen wie
Bett+Bike, Wanderbares Deutschland, Sterneklassifizierungen sowie die geprüfte i-Marke für Tourist-
Informationen. Ergänzt wird dies durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Website und Social-
Media-Kanäle zur Vermarktung der Region.
Ein besonderer Schwerpunkt des Vormittags lag erneut auf dem offenen Austausch der Teilnehmer. In
einer Vorstellungsrunde präsentierten die Akteure ihre Einrichtungen, berichteten über aktuelle
Entwicklungen und sprachen zugleich über bestehende Herausforderungen. Dabei standen unter
anderem digitale Neuerungen im Fokus – beispielsweise digitale Bezahlmöglichkeiten am Saaleturm
oder Digitalisierungsmaßnahmen am Campingplatz Linkenmühle. Zudem wurden regionale Produkte
und Workshopformate, etwa der Böttcher Apotheke, als zusätzliche touristische Bausteine vorgestellt.
Antonia Sturm, Geschäftsführerin des Regionalverbundes Thüringer Wald als touristische
Dachorganisation, informierte außerdem über aktuelle Entwicklungen im Thüringer Wald und
thematisierte den fortschreitenden Waldumbau sowie dessen Auswirkungen auf den Tourismus. Ein
weiteres Thema war die Suche nach einer neuen Thüringer Meerjungfrau als Repräsentationsfigur der
Region. Bewerbungen sind noch bis zum 30. Mai über die Touristinformation Ziegenrück möglich.
Darüber hinaus tauschten sich die Teilnehmer über weitere Möglichkeiten zur Vermarktung der Region
aus – beispielsweise über Veranstaltungen, digitale Sichtbarkeit sowie gemeinsame
Kommunikationsmaßnahmen. Auch Herausforderungen im Bereich Mobilität und Infrastruktur wurden
angesprochen.
Im Anschluss an das Frühstück erhielten die Teilnehmer bei einer Führung weitere Einblicke in den
Wohnmobilstellplatz sowie in die Motorwelt Schleizer Dreieck. „Der heutige Vormittag hat erneut
gezeigt, wie wichtig persönlicher Austausch, Vernetzung und neue Impulse für den Tourismus in
unserer Region sind. Nur wenn wir miteinander im Gespräch bleiben und unsere Kräfte bündeln,
können wir das Thüringer Meer langfristig als attraktive Reiseregion stärken“, so das Fazit von Katrin
Pflieger.
Titelbild:Tourismusverbund Rennsteig-Saaleland e.V.





