Susann Eberlein, Presse & Öffentlichkeitsarbeit Regionalverbund Thüringer Wald e.V.
Der Thüringer Wald entwickelt sich zunehmend zu einer beliebten Campingdestination in
Deutschland. Die Nachfrage nach naturnahen Übernachtungsformen steigt, ebenso die
Vielfalt der Angebote – von klassischen Campingplätzen über Naturcamps bis hin zu Tiny
Houses. Gemeinsam mit engagierten Gastgebern will der Regionalverbund Thüringer Wald e. V.
dieses Potenzial weiter erschließen.
Suhl. Eindrucksvolle Mittelgebirgslandschaft, naturnahe Übernachtungsangebote und
vielfältige Freizeitmöglichkeiten: Der Thüringer Wald – mit aktuell 59 Camping-, Stell- und
Zeltplätzen – entwickelt sich zu einer zunehmend gefragten Campingregion in Deutschland. „Viele
Gäste suchen eine Alternative zu klassischen Pauschalreisen. Beim Camping im Thüringer Wald
finden sie Entschleunigung, besondere Naturerlebnisse und ein breites Übernachtungsangebot –
vom einfachen Stellplatz bis zum familienfreundlichen Campingplatz“, sagt die Geschäftsführerin
des Regionalverbunds Thüringer Wald e. V., Antonia Sturm, anlässlich des Welt-Campingtags am 29. Juni.
Über 1 Million Aufenthaltstage
Camping etabliert sich zunehmend als fester Bestandteil der regionalen Tourismuswirtschaft. Laut
„Wirtschaftsfaktor Tourismus im Thüringer Wald 2024“ wurden im Campingsegment 1,013 Millionen
Aufenthaltstage erfasst. Die Gäste gaben im Schnitt 43,80 Euro pro Tag aus, was einem
Bruttoumsatz von rund 44,3 Millionen Euro entspricht. Damit liegt der Anteil des Campings bei 3,6
Prozent der touristischen Aufenthaltstage (insgesamt 28,518 Millionen) und bei 3,5 Prozent des
Gesamtumsatzes von rund 1,263 Milliarden Euro.
Fünf Jahre zuvor lagen die Aufenthaltstage noch unter einer Million (0,915 Millionen), der Umsatz
bei 35,0 Millionen Euro. „Neben dem weiterhin dominierenden Tages- und Hoteltourismus wächst
die Nachfrage nach flexibleren Reiseformen. Dieses Potenzial wollen wir nutzen. Gemeinsam mit
den Gastgebern arbeiten wir an weiteren Angeboten und nachhaltigen, hochwertigen
Urlaubserlebnissen“, so Antonia Sturm.
Überarbeite Broschüre gibt Orientierung
Bereits seit Anfang des Jahres bietet die überarbeitete Broschüre zur Naturpark-Route Thüringer
Wald Gästen zusätzliche Orientierung bei der Planung ihrer Tour. Gemeinsam mit dem Naturpark
Thüringer Wald e. V. hat der Regionalverbund Thüringer Wald e. V. die beliebte Broschüre neu
aufgelegt. Sie stellt die rund 450 Kilometer lange Route nun in fünf abwechslungsreichen Etappen
vor und verbindet Naturerlebnisse, Kulturangebote und Ausflugsziele – ergänzt durch empfohlene
Stellplätze für naturnahe Übernachtungen. Eine handliche Faltkarte zeigt den gesamten
Routenverlauf im Überblick.
Ergänzend bietet der Regionalverbund Thüringer Wald e. V. gemeinsam mit der Thüringer
Tourismus GmbH eine Camping- und Freizeitkarte an. Die Karte ist neben Deutsch auch in
englischer und niederländischer Sprache verfügbar und unterstützt damit internationale Gäste bei
der Planung ihres Aufenthalts.
Schwerpunkt am Thüringer Meer
Ein Schwerpunkt des Campings im Thüringer Wald liegt am Thüringer Meer. Die Saalekaskade mit
ihren fünf Talsperren bildet Europas größtes zusammenhängendes Stauseegebiet und bietet
vielfältige Möglichkeiten für Wassersport und Erholung. Die Bedeutung des Campings zeigt sich
auch in den Zahlen: Allein im Saale-Orla-Kreis entfallen 16,8 Prozent der touristischen
Aufenthaltstage sowie 17,5 Prozent des touristischen Bruttoumsatzes auf Campinggäste.
Naturcamp Lenkgrund feiert einjähriges Bestehen
An diesem Wochenende feiert das Naturcamp Lenkgrund in Frauenwald sein einjähriges Bestehen
– und blickt auf ein erfolgreiches erstes Betriebsjahr zurück. „Wir sind mit unserem Start und auch
mit der bisherigen Saison sehr zufrieden. Nach einem eher verhaltenen April mit frühen Osterferien
und durchwachsenem Wetter hat sich die Buchungslage positiv entwickelt. An den Mai-
Wochenenden waren wir ausgebucht. Und auch der Blick in die Sommerferien stimmt optimistisch“,
sagt Claudia Weidner, Geschäftsführerin des Naturcamp Lenkgrund.
Den Gästen im Naturcamp Lenkgrund stehen 17 Stellplätze für Fahrzeuge, zehn Zeltplätze sowie
vier Tiny Houses zur Verfügung. Ergänzt wird das Angebot durch besondere Unterkünfte wie einem
Schäfer- und Waldwagen. „Unser Publikum ist sehr gemischt. Es kommen viele aktive Gäste über
50 zu uns, gleichzeitig entdecken immer mehr Familien den Platz für sich. Die hohe
Gästezufriedenheit und die vielen wiederkehrenden Besucher zeigen, dass unser Konzept gut
angenommen wird“, so Claudia Weidner. Sie entwickelt zudem regelmäßig neue Angebote – etwa
ein Programm für Alleinreisende mit Kind in der ersten Ferienwoche.
Campingplatz Paulfeld setzt auf Nachhaltigkeit
Der Campingplatz Paulfeld in Georgenthal steht für ein familienfreundliches Angebot im Thüringer
Wald. Geschäftsführerin Daniela Disse beschreibt den Platz als Ort, der Natur und Erholung
verbindet: „Unser Campingplatz bietet viele Möglichkeiten für Klein und Groß: zwei Spielplätze, Go-
Karts, ein kleiner Badeteich und unsere Alpakas sorgen für Abwechslung. Gleichzeitig lädt die
Anlage mit vielen Bäumen und Blumen zum Entspannen ein.“ Nachhaltigkeit spielt ebenfalls eine
Rolle: Der Campingplatz nutzt unter anderem Solarstrom für mehrere Gebäude, stellt Regenwasser
für Dauercamper bereit und setzt auf ein wassersparendes Duschsystem.
Starke Nachfrage am Hohenwarte Stausee
Das Naturerholungsgebiet Portenschmiede am Hohenwarte Stausee blickt sehr positiv in die
nächsten Wochen. Die Nachfrage in den Sommerferien ist gut, laut Betreiber liegt der aktuelle
Buchungsstand bereits über dem Vorjahresniveau. „Neben langjährigen Stammgästen entdeckt
auch ein neues, jüngeres Publikum den Standort zunehmend für sich. Hintergrund sind unter
anderem gestiegene Preise für Benzin und Flugreisen sowie der Wunsch vieler Urlauber nach
flexiblen, naturnahen Alternativen im Inland“, sagt Tourismusleiterin Doreen Schubert.






