„Wenn der Wind sich dreht“: Premiere wird zum bundesweiten Treffen der Bürgerinitiativen

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Rund 500 Besucher in Stelzen – Veranstalter sehen starkes Signal für mehr Dialog, Transparenz
und Bürgerbeteiligung

 

Stelzen, 5. Juli 2026. Die Premiere des Dokumentarfilms „Wenn der Wind sich dreht“ ist am Sonntag
in der Festspielscheune Stelzen auf außergewöhnlich großes Interesse gestoßen. Nach Angaben der
Veranstalter verfolgten rund 500 Besucherinnen und Besucher die erste öffentliche Aufführung des
Films. Neben zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern nahmen Vertreter von Bürgerinitiativen aus vielen
Teilen Deutschlands, Kommunalpolitiker sowie weitere Gäste aus Politik und Gesellschaft teil.
Eingeladen hatte proVOGTLANDschaft e. V. Ziel der Veranstaltung war es, den Dialog über die
Auswirkungen des Windenergieausbaus auf Natur, Landschaft und die betroffenen Regionen zu
fördern. Die Unabhängige Bürgervertretung Saale-Orla e. V. (UBV) unterstützte die Veranstaltung und
begrüßt diese Initiative als wichtigen Beitrag zu einer offenen und sachlichen gesellschaftlichen
Debatte über die zukünftige Energiepolitik.


Der Dokumentarfilm begleitet Bürgerinitiativen aus verschiedenen Bundesländern und schildert deren
Sichtweisen auf den Ausbau der Windenergie. Im Mittelpunkt stehen Fragen des Natur- und
Artenschutzes, des Landschaftsbildes, der Lebensqualität im ländlichen Raum sowie der Beteiligung
der Bürger an Planungs- und Genehmigungsverfahren.
Darüber hinaus greift der Film grundlegende Fragen der zukünftigen Energieversorgung Deutschlands
auf. Nach Auffassung der im Film zu Wort kommenden Bürgerinitiativen kann die wetterabhängige
Stromerzeugung aus Windenergie allein die Anforderungen an eine sichere und jederzeit verfügbare
Stromversorgung eines Industrielandes nicht erfüllen. Zugleich wird die Frage gestellt, ob die mit dem
weiteren Ausbau verbundenen Eingriffe in Wälder, Natur- und Kulturlandschaften sowie in das
Lebensumfeld vieler Menschen in einem angemessenen Verhältnis zum energiewirtschaftlichen Nutzen
stehen. Ebenso thematisiert der Film die Auswirkungen auf Netzausbau, Systemkosten und die
Entwicklung der Strompreise für private Haushalte und Unternehmen.

 

Bereits vor der Vorführung nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum intensiven Austausch. Vertreter
zahlreicher Bürgerinitiativen berichteten über ihre Erfahrungen in den jeweiligen Regionen. Im
Anschluss an die Filmvorführung fand eine ausführliche Diskussionsrunde mit zahlreichen
Wortmeldungen statt.
Mario Schürner erklärte: „Die große Resonanz hat uns überwältigt. Dass Menschen aus nahezu allen
Teilen Deutschlands nach Stelzen gekommen sind, zeigt, wie groß das Interesse an einer offenen
Diskussion über den Ausbau der Windenergie geworden ist.“

 

Wolfgang Kleindienst erklärte: „Die enorme Beteiligung macht deutlich, dass viele Bürgerinnen und
Bürger bei grundlegenden Entscheidungen über ihre Heimat stärker einbezogen werden möchten.
Immer größere Natur- und Kulturlandschaften werden in Anspruch genommen, obwohl eine
wetterabhängige Stromerzeugung allein keine sichere und kontinuierliche Energieversorgung eines
Industrielandes gewährleisten kann. Viele Bürger stellen deshalb die berechtigte Frage, ob die
fortschreitende Zerstörung wertvoller Naturräume, gewachsener Kulturlandschaften und ihrer Heimat
noch in einem angemessenen Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen steht. Hinzu kommen aus unserer
Sicht steigende Belastungen durch Netzausbaukosten und höhere Strompreise. Genau diese Fragen
greift der Dokumentarfilm auf und regt zu einer offenen gesellschaftlichen Diskussion an.“


Der Trailer zum Dokumentarfilm ist bereits veröffentlicht und kann hier angesehen werden:

Wenn der Wind sich dreht | Vorschau & Live Premiere in Deutschland


Der vollständige Dokumentarfilm wird nach Angaben der Veranstalter in Kürze veröffentlicht und
anschließend der Öffentlichkeit online zur Verfügung gestellt.
Die Veranstalter und Unterstützer sehen den Dokumentarfilm als Einladung zu einer offenen und
faktenorientierten Diskussion über die zukünftige Energieversorgung Deutschlands. Ziel sei es,
unterschiedliche Positionen sichtbar zu machen und die Debatte über Versorgungssicherheit,
Wirtschaftlichkeit, Natur- und Artenschutz sowie die Akzeptanz der Energiewende in der Bevölkerung
zu fördern.


Mit der erfolgreichen Premiere in Stelzen ist der Auftakt für eine breitere öffentliche Diskussion über
den Dokumentarfilm gelungen. Weitere öffentliche Vorführungen und Informationsveranstaltungen
sind geplant. Die Veranstalter bedanken sich bei allen Besucherinnen und Besuchern, den
ehrenamtlichen Helfern, den Filmschaffenden sowie den zahlreichen Bürgerinitiativen für ihre
Teilnahme und ihr Engagement.

 

Eine Live-Zusammenfassung vom Veranstaltungsort, produziert von apolut

 

Quelle: apolut

https://apolut.net/am-set-windkraft-doku-jetzt-erst-recht Quelle: apolut

 

Text+Fotos:

Mario Schürner, proVOGTLANDschaft e. V. und
Wolfgang Kleindienst, Unabhängige Bürgervertretung Saale-Orla e. V. (UBV)

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