Die Kandidaten stellen sich vor – Teil 1
HalloOberland möchte Ihnen die Kandidaten näher vorstellen. Jeder Kandidat bekam hierfür einen kurzen Fragenkatalog mit den Schwerpunkten Persönliches, Politisches und Spezifisches zur Landratswahl, zu. Die Antworten veröffentlichen wir unbearbeitet und ungekürzt.
Als nächstes größeres politisches Ereignis sehen wir, am 07. Juni 2026, der Wahl des neuen Landrates von Saalfeld-Rudolstadt, spannend entgegen. Als potentielle Nachfolger stehen Sie Herr Wolfgang Wehr (Parteilos) neben Thomas Benninghaus (AfD) und Amtsinhaber Marko Wolfram (SPD), ebenfalls zur Wahl.
Damit unsere Leser die Möglichkeit haben, Sie besser kennenzulernen und zu verstehen, wie Sie die Zukunft unseres Landkreises gestalten möchten, Haben wir Ihnen ein paar Fragen gestellt.
Jeder Kandidat bekam hierfür den identischen Fragenkatalog mit den Schwerpunkten Persönliches, Politisches und Spezifisches zur Landratswahl, zu. Die Antworten veröffentlichen wir unbearbeitet und ungekürzt.
A) Persönliches:
1. Wo sind Sie geboren und aufgewachsen und wo leben Sie heute?
Ich wurde in Lübeck geboren und bin dort aufgewachsen. Seit 24 Jahren lebe ich in der Stadt Gräfenthal.
2. Wie hat Ihre Kindheit Ihre Interessen und Ihre Verbindung zur Region geprägt?
Meine Kindheit hat mich durch Musik und Sport sehr geprägt.
3. Sind Sie verheiratet und haben Sie Kinder?
Ich bin verheiratet und habe 7 Kinder.
4.Was haben Sie für einen Beruf erlernt bzw. arbeiteten Sie vor Ihrer politischen Laufbahn?
Ich bin Bauingenieur, habe 17 Jahre lang für die weltweit größte Spezialtiefbaufirma gearbeitet und bin jetzt Bauprofessor in Erfurt.
5. Was machen Sie in Ihrer Freizeit, bzw. was sind Ihre Hobbys?
Mein Hobby ist die Restaurierung von Schloss Wespenstein. Wenn noch Zeit ist, spiele ich Orgel, Cello und manchmal Rugby bei den alten Herren.
B) Politisches
1. Wie sind Sie zur Politik gekommen, gab es ein besonderes Schlüsselerlebnis in Ihrem Leben?
Die Bürger und Bürgerinnen von Gräfenthal haben mich als Bürgermeisterkandidat auf den Wahlzettel geschrieben und im ersten Wahlgang habe ich 67% erhalten.
2. Haben Sie bereits in anderen politischen Ämtern gedient oder an lokalen Initiativen teilgenommen, die für die Region relevant sind?
Ja, ich war 6 Jahre lang Bürgermeister der Stadt Gräfenthal, stellvertretender VG-Vorsitzender der VG Schiefergebirge und stellvertretender Leiter des Finanzausschusses des Kreistages Saalfeld Rudolstadt.
3, Welche Ehrenämter bzw. welches gesellschaftliches Engagement führen Sie aus?
Ich bin Vorstandsvorsitzender der Schloss Wespenstein Stiftung.
4.Was war Ihr bisherig persönlich größter politischer Erfolg
Die Stadt Gräfenthal habe ich aus der Pleite samt Haussicherung herausgeholt und sie fast schuldenfrei an meinen Nachfolger übergeben
5. Was war Ihr bisherig persönlich größter politischer Misserfolg?
Es gab keine Misserfolge. Mit mir ging es immer bergauf.
C) Landratswahl SLF
1. Welche Erfahrungen oder Qualifikationen glauben Sie, dass Sie besonders gut auf die Rolle des Landrats vorbereiten?
6 Jahre Bürgermeister einer Stadt (das kann kein Mitbewerber vorweisen), fundiertes Finanzwissen durch Risikomanagement der Baufirma und im Kreistag. Und Erfahrung in der Digitalisierung der Baufirma (9000 Mitarbeiter) und der Hochschule Erfurt (400 Mitarbeiter).
2. Welche positiven Aspekte oder Errungenschaften des vorherigen Landrats schätzen Sie besonders?
Sein Grinsen in Bildmitte bei allen Presseterminen, obwohl er fachlich nichts beigetragen hat. Das ist sehr schwer und muss lange vor dem Spiegel geübt werden.
3. Gibt es bestimmte Bereiche oder Politikansätze, die Sie anders gestalten oder verbessern möchten im Vergleich zu Ihrem Vorgänger?
Schnellere Verwaltung mit weniger Mitarbeitern NACHDEM alle Bereiche vollständig digitalisiert wurden (3 Jahre). Schlanke Verwaltung ohne Stellenaufwuchs in jedem Jahr erspart Millionen Euro. Wirtschaftsförderung im IGZ wird ausgebaut. Im Sozialbereich muss stärker auf ambulant statt stationär gesetzt werden – Jugendliche mit Problemen und Senioren dürfen nicht frühzeitig in Heime abgeschoben werden.
4. Welche konkreten Ziele oder Projekte sehen Sie als Ihre wichtigsten Prioritäten, um den Landreis voranzubringen?
Digitalisierung. Beendigung der SPD-Vetternwirtschaft im Landratsamt und im Landkreis.
5. Wie stehen Sie einer parteiübergreifenden, sachbezogenen Zusammenarbeit aller politischen Gruppierungen im Kreistag gegenüber?
Das ist mein sehr wichtiges Hauptthema. Ich trete parteiübergreifend an und bin der einzige Kandidat ohne Parteibuch und ohne Brandmauer.
6.Stichwort direkte Demokratie – wie ist Ihr Standpunkt bzgl. mehr Bürgerbeteiligung bzw. Volksentscheide in Thüringen?
Mehr Bürgerbeteiligung ist absolut notwendig um nicht noch mehr Wähler an extremistische Parteien zu verlieren.
7. Welches Versprechen geben Sie Ihren Wählern und was tun Sie, wenn dieses Versprechen nicht gehalten werden kann?
Ich verspreche, dass es mit dem Landkreis – genau wie mit Gräfenthal und dem Schloss- wieder aufwärts gehen wird.








