Schule, Kindergarten, Turnhalle und Straßen sind Themenschwerpunkte bei Landrat vor Ort in Wurzbach

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45 Interessierte folgen der Einladung von Christian Herrgott ins Wurzbacher Kino

 

Schleiz. Am Dienstagabend war Christian Herrgott mit seinem offenen Gesprächsformat „Landrat vor Ort“ in Wurzbach zu Gast und lud interessierte Bürgerinnen und Bürger zur offenen Fragerunde ins Wurzbacher Kino ein. Mehr als 45 Personen folgten der Einladung und nahmen an der Veranstaltung teil.

 

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Guido Kant-von der Recke informierte der Landrat über anstehende Investitionen und Projekte im Landkreis. Das für Wurzbach bedeutendste ist die Sanierung der Grundschule, die in den Sommerferien beginnen und nach derzeitigem Stand etwa drei Jahre dauern soll. In den Umbau und die Modernisierung des Schulgebäudes investiert der Landkreis rund 5,5 Millionen Euro. Vom Land Thüringen wird die Maßnahme mit 3 Millionen Euro gefördert.

 

Neben der Grundschule soll auch die Turnhalle in Wurzbach saniert werden. Darauf bezog sich eine der ersten Bürgerfragen des Abends. Nachdem in den vergangenen Jahren wiederholt Wasser ins Gebäude eingedrungen war, sollen nun das Dach und anschließend auch der Hallenboden erneuert werden. Die Maßnahme hat einen Umfang von etwa 1,5 Millionen Euro und ist zur Förderung beim Land angemeldet. „Die Turnhalle in Wurzbach steht auf unserer Prioritätenliste ganz oben“, erklärte Landrat Christian Herrgott. „Wir hoffen, dass bis April eine Entscheidung aus Erfurt da ist. Wenn die Förderung bewilligt wird, können wir danach zügig mit der Maßnahme starten, da die Vorplanung schon steht“, so Herrgott weiter. Mit einem Maßnahmenbeginn vor der Sommerpause sei aber auch im Fall eines positiven Förderbescheids nicht zu rechnen.

 

Danach erläuterte der Bürgermeister die aktuelle Situation im städtischen Kindergarten. Die Einrichtung besuchen derzeit noch etwa 70 Kinder. Demgegenüber stehen 16 Erzieherinnen. „Die kleinen Gruppengrößen, die sich durch dieses Zahlenverhältnis ergeben, sind für die Kinder und Eltern zwar schön, aber mehr Betreuerinnen bedeuten auch höhere Beiträge. Außerdem gibt es in Thüringen einen festen Betreuungsschlüssel, der eingehalten werden muss“, betonte Kant-von der Recke. Die Entscheidung, die Betreuerstellen zu reduzieren, sei eine Gratwanderung zwischen Gruppengröße und Beitragshöhe gewesen.

 

Die meisten Fragen des Abends betrafen jedoch die Straßen in und um Wurzbach. Sowohl bei Kreis- als auch bei Gemeindestraßen gab es zahlreiche Hinweise auf dringend erforderliche Sanierungsmaßnahmen. In Bezug auf die Kreisstraße zwischen Wurzbach und Heberndorf konnte Christian Herrgott berichten, dass die Planung für die Sanierung des zweiten Abschnitts bereits laufen. Um die Straße in diesem Zuge auch verbreitern zu können, finden Gespräche mit den betroffenen Grundstückseigentümern statt.

 

In Bezug auf den allgemeinen Zustand der Straßen hat sich auch in Wurzbach der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau durch die Insolvenz eines Subunternehmers zu einem großen Ärgernis entwickelt. Bürgermeister Guido Kant-von der Recke erklärte dazu, dass die entstandenen Schäden derzeit dokumentiert werden und rief Bürgerinnen und Bürger dazu auf, der Stadtverwaltung Fotos von den Schadstellen zu schicken, um möglichst viel Material für eventuelle Regressansprüche zu sammeln.

 

Besonders erfreulich für den Bürgermeister und den Landrat war indes die Wortmeldung eines Wurzbacher Einwohners, der sich persönlich dafür bedankte, dass der Winterdienst in diesem Jahr so gut organisiert war und stets einwandfrei funktionierte.

 

Titelbild: Julia Weiß / Landratsamt Saale-Orla-Kreis / Auch außerhalb der großen Runde gab es für Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, mit Bürgermeister Guido Kant-von der Recke (Mitte) und Landrat Christian Herrgott ins Gespräch zu kommen.

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