Wanderung im Schnee

Von Brigitte Richter (Thierbach)

 

Eisig kalt die Winterluft,

strahlend blau, bis zum Horizont,

trübe Gedanken sind verpufft,

der Natur ein Zauber innewohnt.

 

Singend geh ich ganz allein,

durch den tiefen Pulverschnee,

atme tief die Stille ein,

die Kälte tut den Ohren weh.

 

Eine Krähe über mir,

singt wohl den Refrain dazu,

oder will sie mir nur sagen:

„Du raubst den Vögeln ihre Ruh?“

 

Die Gedanken sind so frei,

die Einsamkeit ist manchmal schön.

Trotzdem wünschte ich mir heut,

Spuren parallel zu sehn.

 

Ließ mich fallen, aufs verschneite Feld,

wie in fernen Kindertagen.

Wie schön wäre diese Welt,

würden die Menschen sich vertragen.

 

Nicht oft gibt’s diese Winterpracht

die alle Fluren weiß eindeckt,

bis die warme Frühlingssonne,

die weiße Pracht vondannen leckt.

 

Meine Träume schrieb ich heut in den Schnee,

auf die dick verschneite Erde.

Das Herz ward frei, tat nicht mehr weh,

das mancher Wunsch doch Wahrheit werde.

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