Neuer Zaun für den Schulhof an der Regelschule und Fragen zum künftigen Aussehen und der Gestaltung des Grundschulgebäudes
Wurzbach/Schleiz. Wer wissen wollte, wie es mit der Sanierung der Grundschule in Wurzbach weitergeht und wie das Gebäude künftig aussehen könnte, war am Dienstagabend herzlich ins Wurzbacher Kino eingeladen. Etwa 20 interessierte Bürgerinnen und Bürger haben diese Möglichkeit genutzt und gehörten damit – neben den Planern und der Schulleiterin – zu den ersten Personen, die die Pläne für den neuen Gebäudekomplex zu sehen bekamen.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung griff Landrat Christian Herrgott ein Thema auf, das seit dem Umzug der Grundschule in das Regelschulgebäude für zahlreiche Irritationen gesorgt hat: der Bauzaun, der den Schulhof aus Sicherheitsgründen von der vorbeiführenden öffentlichen Straße trennt. Da sich viele Eltern und Schüler eine optisch ansprechendere Lösung wünschen, hat sich der Förderverein der Schule intensiv dafür eingesetzt, mithilfe von Spenden einen anderen Zaun kaufen zu können. Landrat Christian Herrgott danke dem Förderverein und den Spendern ausdrücklich für ihr Engagement, schlug das großzügige Angebot jedoch aus.
„Unser Ziel ist es, gemeinsam die bestmögliche Lösung für die Schülerinnen und Schüler zu finden. Deshalb wird das Landratsamt die Kosten für den neuen Zaun übernehmen. Wir wollen dieses große und für Wurzbach wichtige Projekt im guten Miteinander umsetzen und das soll nicht an einem Zaun scheitern“, versicherte er und fügte hinzu: „Das Angebot der Stadt, für den Aufbau des neuen Zauns zu sorgen, nehmen wir sehr gern an.“ Auch die Versetzung der Spielgeräte vom Schulhof der Grundschule an das Regelschulgebäude soll zeitnah erfolgen.

Nachdem diese Punkte geklärt werden konnten, stellte Marian Seidel aus dem Hochbauamt der Kreisverwaltung die Pläne und Maßnahmen für die umfassende Sanierung der Grundschule vor. Ein moderner und effizient gestalteter Anbau, der die Grundfläche nahezu verdoppelt und ausreichend Platz für große Schulräume schafft – das ist der grundlegende Ansatz des Projektes. Dafür wird das bestehende aufgeschüttete Gelände im Übergangsbereich des Schulgebäudes zum Schulhof abgetragen, sodass das Gebäude später über drei vollwertige Geschosse verfügt. „Wir haben den Neubau so geplant, dass er für die Schule gut und sinnvoll nutzbar ist und der Schulhof so groß wie möglich bleibt“, bestätigte der Landrat auf Nachfrage aus dem Publikum.
Außerdem wird die Erschließung des Gebäudes samt Anbau durch einen Plattformlift barrierefrei gestaltet. Der jetzige Eingangsbereich wird von der Straße weg in den Eckbereich des Anbaus verlegt und das Treppenhaus wird künftig nicht mehr in der Gebäudemitte, sondern an der Seite untergebracht sein. Ein weiteres außenliegendes Treppenhaus bildet den zweiten baulichen Rettungsweg.
Die gezeigten Entwürfe des Planungsbüros thomaarchitekten ließen erkennen, dass in der Fassade des Neubaus in Richtung Schulhof großzügige Fensterflächen für einen optimalen Lichteinfall geplant sind. Der entsprechende Sonnenschutz ist natürlich mit vorgesehen. Über das genaue Aussehen und die Ausführung der Fassade wird zusammen mit der Schulleiterin aktuell noch beraten.
Nach den ersten Entkernungsarbeiten, die bereits im September starteten, sollen im Frühjahr weitere Rückbauarbeiten erfolgen und mit den Arbeiten für die Errichtung des Anbaus begonnen werden. Die Fertigstellung ist für 2029 geplant. „Beim Sanieren im Bestand kann es immer zu Überraschungen kommen, deshalb haben wir bei diesem umfangreichen Projekt natürlich auch einen Puffer mit eingeplant. Der Inbetriebnahme des Schulgebäudes im Sommer 2029 sollte nach jetzigem Stand also nichts entgegensprechen“, versicherte Landrat Christian Herrgott.
Titelbild: Das Grundschulgebäude in Wurzbach stammt aus den 1980er Jahren und wird in den kommenden drei Jahren für etwa 5,5 Mio. Euro generalsaniert.
Julia Weiß
Pressestelle
Landratsamt Saale-Orla-Kreis
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