Uwe Thrum, sportpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag und Wahlkreisabgeordneter des Oberlandes
Die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag setzt mit Ihrem Antrag >>Bäderstruktur erhalten- Schulschwimmen sichern und Badeaufsicht praxistauglich weiterentwickeln<< (Drucksache 8/4215) in Thüringen neue Maßstäbe.
Unser Ziel ist klar: Thüringen braucht eine verlässliche Bäderstruktur, jedes Kind soll wohnortnah schwimmen lernen können und unnötige bürokratische Hürden bei der Badeaufsicht müssen fallen. Dafür muss die in Ausarbeitung befindliche „Bäderkonzeption 2040″ den tatsächlichen Bestand berücksichtigen und verlässliche Förderperspektiven für alle noch bestehenden Hallen- und Freibäder schaffen. Um die Schwimmfähigkeit unserer Kinder und Jugendlichen zu erhöhen, wollen wir den Schwimmunterricht auch in den Klassenstufen 5 bis 10 verbindlich festschreiben. Nachdem nun 54 Prozent der Grundschüler im Saale-Orla-Kreis nach Beendigung des Anfangsschwimmunterrichts sicher Schwimmen können, ist es unerlässlich, dass in den weiterführenden Schulen eine Verbindlichkeit zum Schulschwimmen hergestellt wird. Somit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Unfallprävention, zur Bewegungsförderung und zur Gesundheitsbildung.
Zugleich gilt es, den Kreis qualifizierter Hilfskräfte für die Badeaufsicht zu erweitern. Die Vorschläge des Fachverbandes der deutschen Bäderbranche zur Durchführung der Betriebsaufsicht müssen vollumfänglich genutzt werden. Wir können es uns nicht leisten, geeignete und nachweislich rettungsbefähigte Menschen durch starre Vorgaben von der Badeaufsicht auszuschließen, während Bäder wegen Personalmangels ihre Öffnungszeiten einschränken oder gar schließen müssen.
Obwohl die Akteure des Bäderwesens unsere Lösungsansätze befürworten, haben alle anderen Fraktionen unseren Vorstoß abgelehnt. Die Verteidigung der Brandmauer scheint demnach wichtiger zu sein, als konkrete Dinge für Thüringen auf den Weg zu bringen.








