Inflationsrate in Thüringen im Juli bei durch-schnittlich 3,0 Prozent

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Thüringer Landesamt für Statistik

 

Die Verbraucherpreise in Thüringen sind im Juli 2026 durchschnittlich um 3,0 Pro-
zent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Nach Mitteilung des Thüringer Landesam-
tes für Statistik lag der Indexstand bei 126,5 (Basis 2020=100). Zum Vormonat Juni
stiegen die Preise um 0,8 Prozent.


In nahezu allen Hauptgruppen wurden im Juli 2026 Preissteigerungen im Vergleich
zum Vorjahresmonat festgestellt. Lediglich die Hauptgruppe Bekleidung und
Schuhe zeigte eine Senkung im Vergleich zum Vorjahresmonat (-0,7 Prozent). Einen
im Vergleich zu anderen Hauptgruppen weiterhin moderaten Preisanstieg wies der
Bereich Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke auf (+0,5 Prozent), allerdings
bei einem bereits konstant hohen Preisniveau. Einige Verbraucherinnen und Ver-
braucher haben es wahrscheinlich schon selbst beim Wocheneinkauf gemerkt,
dass Gurken in diesem Jahr deutlich teurer sind. Im Vergleich zum Juli 2025 muss-
ten sie 66,1 Prozent mehr für dieses Gemüse ausgeben. Ebenso bei Fisch, Fischwa-
ren und Meeresfrüchten wurden weiterhin hohe Preisanstiege im Vorjahresver-
gleich verzeichnet (+5,7 Prozent). Ausschlaggebend hierfür waren unter anderem
deutliche Preissteigerungen für tiefgefrorene Fische und Fischfilets (+9,3 Prozent).


Indexverstärkend wirkten zudem Heizöl und Kraftstoffe. Ohne diese beiden Positi-
onen läge die Inflationsrate im Juli 2026 bei 2,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjah-
resmonat sind die Preise für Heizöl, einschließlich Betriebskosten um 27,4 Prozent
gestiegen. Für Kraftstoffe stiegen die Preise zum Juli 2025 um 26,0 Prozent.
Die Sommerferien sind in Thüringen Anfang Juli gestartet. Das bedeutet für viele
Thüringerinnen und Thüringer, dass sie einiges mit ihren Kindern oder Enkelkin-
dern unternehmen wollen. Für einen Besuch von Sport- und Freizeitveranstaltun-
gen und Ähnliches (+6,5 Prozent) oder für Freizeit- und Sportdienstleistungen
(+3,4 Prozent) mussten sie allerdings deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch
im Juli 2025.


Nachdem in den letzten beiden Monaten Senkungen im Vergleich zum jeweiligen
Vormonat verzeichnet werden konnten, stiegen die Verbraucherpreise im Juli im
Vergleich zum Vormonat Juni um durchschnittlich 0,8 Prozent wieder an. Ein Grund

hierfür war, dass die Spritpreise an den Zapfsäulen infolge des Wegfalls der niedri-
geren Spritsteuer wieder gestiegen sind. Im Vergleich zum Vormonat Juni mussten
Autofahrerinnen und Autofahrer 9,7 Prozent mehr bezahlen.

 

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