Steuerungsgruppe zum „Gesamtkonzept Gesundheit“ beauftragt Landrat mit Machbarkeitsstudie / Entscheidung liegt beim Kreistag
Schleiz. Die Steuerungsgruppe, die im Landkreis für die Erstellung des „Gesamtkonzeptes Gesundheit“ zuständig ist, hat am Freitag eine weitere Maßnahme vorgeschlagen, um die Auswirkungen durch den Wegfall oder die Nichtbesetzung von Arztstellen im Saale-Orla-Kreis abzumildern.
Per einstimmigem Beschluss wurde der Landrat damit beauftragt, im nächsten Kreistag eine belastbare Machbarkeitsstudie für ein kommunales Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) auf den Weg zu bringen.
Landrat Christian Herrgott unterstützt diese Entscheidung: „Die Verbesserung der flächendeckenden medizinischen Versorgung in unserem Landkreis hat für mich höchste Priorität. Deswegen werde ich im kommenden Kreistag am 15. Juni eine dementsprechende Vorlage einbringen“, betont Herrgott und reagiert damit umgehend auf den Vorschlag aus der Steuerungsgruppe.
Bei einem MVZ handelt es sich um eine Einrichtung, in der Ärzte verschiedener Fachrichtungen oder Hausärzte unter einem gemeinsamen organisatorischen Dach – vergleichbar mit einer Großpraxis – zusammenarbeiten. Dort kann also je nach Ausrichtung der Ärzte eine fachübergreifende Behandlung angeboten werden. Träger derartiger Einrichtungen sind meist private Gesundheitsunternehmen oder Krankenhäuser – die Trägerschaft durch eine Kommune ist juristisch gesehen aber auch möglich.
Die für die Erstellung der Machbarkeitsstudie notwendigen Mittel müssen ebenfalls per Beschluss durch den Kreistag freigegeben werden. Derzeit geht die Steuerungsgruppe von Kosten in Höhe von etwa 210.000 Euro aus. Die Debatte darüber steht in der kommenden Kreistagssitzung am 15. Juni auf der Tagesordnung.
Julia Weiß
Pressestelle
Landratsamt Saale-Orla-Kreis
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