Badeverbot gilt vorsorglich, bis die Ergebnisse der Laboruntersuchung genauere Auskünfte über die Gefährdungslage erlauben
Schleiz. Das Landratsamt Saale-Orla-Kreis warnt aufgrund einer Havarie im Mercer-Werk in Rosenthal am Rennsteig vor einer möglichen Gesundheits- und Umweltgefahr im südlichen Bereich des Bleilochstausees. Im Laufe des heutigen Donnerstags kam es zu einer Havarie im Mercer-Werk in Rosenthal am Rennsteig, bei der aktuell noch unbekannte Stoffe in die Saale eingelaufen sind. In der Folge kam es zu einer starken Geruchsbelästigung und deutlichen Trübung des Wassers, zudem waren vereinzelt tote Fische zu sehen.
Die zuständigen Behördenund Polizei waren umgehend vor Ort. Der Austritt der noch unbekannten Stoffe wurde im Laufe des Nachmittags gestoppt. Durch das Gesundheitsamt des Saale-Orla-Kreises wurden Proben genommen. Sie werden nun im Labor untersucht, um Aufschluss über die tatsächliche Gefahr zu bekommen, die von den ausgetretenen Stoffen möglicherweise ausgeht.
Vorsorglich wurde für den Bleilochstausee zwischen Harra und der Saalebrücke bei Saaldorf ein Badeverbot erlassen, auf das auch vor Ort mit Aushängen hingewiesen wird. Bis weitere Erkenntnisse vorliegen, sollte in diesem Bereich jeglicher Hautkontakt mit dem Wasser der Saale vermieden werden. Tierhalter sollten ebenfalls darauf achten, dass ihre Tiere nicht ins Wasser gehen und auch nicht davon trinken.
Das Landratsamt Saale-Orla-Kreis informiert, wenn Entwarnung gegeben werden kann bzw. weitere Erkenntnisse zur tatsächlichen Gefährdungslage vorliegen.
Alexander Hebenstreit
Pressesprecher
Landratsamt Saale-Orla-Kreis
Tel.: +49 3663 488-209
E-Mail: pressestelle@lrasok.thueringen.de
Titelbild: Saale, LRA-SOK







