Wolfgang Kleindienst, Verbandsrat ZASO-Kreistagsmitglied UBV
In der Verbandsratssitzung des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Saale-Orla (ZASO) am 26. Januar
2026 wird der Verbandsrat und Mitglied des Kreistages Saale-Orla-Kreis Wolfgang Kleindienst
(UBV) den Haushalt und die Wirtschaftspläne 2026 von ZASO und TVS scharf kritisieren und
ablehnen. Zudem wird er einen Änderungsantrag zum Stellenplan einbringen.
Was hier vorbereitet wird, ist eine Politik zulasten der Bürger und Betriebe.
Die Müllgebühren steigen für einen Durchschnittshaushalt um rund 12 bis 13 Prozent, die
Festgebühr sogar um mehr als 16 Prozent. Das ist vielen Menschen schlicht nicht mehr
zuzumuten. Diese Entwicklung sei kein Zufall, sondern das Ergebnis einer jahrelangen
Investitions-, Kosten- und Schuldenpolitik ohne ausreichende Prioritätensetzung.
Besonders kritisch sind die neuen Personalentscheidungen im Stellenplan 2026.
So soll die Stelle der Geschäftsführerin nachträglich in eine Beamtenstelle der
Besoldungsgruppe A16 umgewandelt werden, obwohl die Stelle ursprünglich nach TVöD und
nicht als Beamtenstelle ausgeschrieben war. Zusätzlich ist eine Höhergruppierung des
stellvertretenden Geschäftsführers von EG 14 auf EG 15 vorgesehen.
Beide Entscheidungen führen zu dauerhaften Mehrkosten für Besoldung, Beihilfe, Versorgung und
höhere Personalausgaben. Diese Kosten landen am Ende nicht auf dem Papier, sondern in den
Müllgebühren der Bürger.
Deshalb wird er in der Sitzung am 26.01.2026 einen Änderungsantrag zum Stellenplan einbringen,
mit dem:
die Umwandlung in eine Beamtenstelle und
die Höhergruppierung des Stellvertreters
rückgängig gemacht und die bisherige Vergütungsstruktur beibehalten werden sollen.
Ein weiteres zentrales Thema wird die finanzielle Entwicklung der Tochtergesellschaft TVS sein.
Die TVS steuert bis Ende 2026 auf rund 9,5 Millionen Euro Schulden zu. Zinsen, Tilgung und
Abschreibungen landen zwangsläufig wieder in der Gebührenkalkulation. Das ist eine gefährliche
Hypothek für die Zukunft.
In der Sitzung wird nicht nur Kritik eingebracht, sondern auch konkrete Fragen zur
Finanzentwicklung, zur Personalpolitik und zur langfristigen Bezahlbarkeit gestellt.
Erst muss über Bezahlbarkeit geredet werden, dann über Investitionen. Nicht umgekehrt. Was hier
geplant ist, überfordert auf Dauer die Menschen in unserem Landkreis.
