Brigitte Richter
Kalte Winde wehen, Frost tut den Ohren weh,
auf die kahlen Bäume legt sich leis’ der Schnee.
Der Duft gebratner Äpfel zieht durch manches Haus,
ist für viele Menschen ein leckrer Winterschmaus.
Oma erzählt Geschichten, wie es damals war,
als es noch keinen Strom gab, sie ist schon 90 Jahr.
Ihre schneeweißen Haare, die Falten im Gesicht,
verleihen dem Erzählten mystisches Gewicht.
Die Kinder sind ganz stille, kein Wort ihnen entgeht,
denn Oma weiß so vieles, das nicht in Büchern steht.
Von Armut kann sie berichten, und von Hungersnot,
von Kriegen und von Elend, und ihres Bruders Tod.
Und manchmal wenn sie träumt, von ihrer alten Zeit,
da gab es auch viel Schönes, manchmal vergisst sie Leid
Sie spricht über die Streiche, aus ihren Jugendtagen,
das dürft sich in der heut’gen Zeit kein junger
Mensch mehr wagen.
Dann wird sie sehr besinnlich und eine Träne rollt,
Über ihre tiefen Falten, sie ist ungewollt.
Ich wünsche euch liebe Kinder niemals solches Leid,
wie ich es hab erfahren in meiner Kinderzeit.
Als junge Männer zogen, in einen bösen Krieg,
Gepredigt wurde ihnen, der große, deutsche Sieg.
Die Alten wußten es besser, Kriege sind ein Fluch,
wenn Wenige wieder denken, sie kriegen nicht genug.
Heute denk ich an meine Oma, diese liebe, alte Frau,
sie wusste es gibt Menschen, die werden niemals schlau.
Diese Menschen sitzen in Regierung und Parlament,
schachern sich die Posten zu, weil man sich ja kennt.
Sie träumen von der Rüstung, von Munition und Drohnen,
dann wird sich für diese Elite, ein neuer Krieg wohl lohnen.
Sind dann auf dem Schlachtfeld Tausende tot, zerfetzt,
macht nix, denn mit Ki und Robotern werden sie ersetzt.
Kriegsgefahr für unser Volk geht nicht von den Russen aus,
sie wird seit langem provoziert, in kranken Hirnen,
welch ein Graus!.
Titelbild: pixabay.com







