Wasserwerte sind wieder im Normbereich / Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz sieht Sauerstoffmangel als Ursache des Fischsterbens
Schleiz. In Bezug auf den Verdacht einer umwelt- und gesundheitsgefährdenden Verunreinigung des Wassers der Saale bei Harra gibt es Entwarnung. Die Laborergebnisse der in dieser Woche entnommen Wasserproben zeigen, dass alle Werte sich wieder im Normbereich befinden. Daher wird das vorsorglich verhängte Badeverbot sowie die Warnung vor Kontakt mit dem Wasser seitens des Landratsamtes aufgehoben.
Die direkt nach dem Vorfall am vergangenen Donnerstag entnommenen Wasserproben wurden umfassend im Labor des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) untersucht. Dabei hat sich eine erhöhte Belastung mit organischen und anorganischen Substanzen gezeigt, die zu der starken Eintrübung des Wassers geführt hat. Laut TLUBN hat dies einen akuten kurzzeitigen Sauerstoffmangel nach sich gezogen und damit zum Ersticken der Fische im Bereich zwischen der Einmündung des Arlasbaches und der Saaldorfer Brücke geführt. Fische können sich zwar an verschiedene Sauerstoffgehalte im Wasser anpassen, ein schnelles und rapides Absinken des Sauerstoffgehaltes verträgt deren Organismus jedoch meist nicht.
Die Einleitung von Abwasser wurde seitens des Unternehmens nach dem Vorfall umgehend gestoppt und das Abwasser aufgefangen. Durch eine am Mittwoch an der Einleitungsstelle entnommene Wasserprobe konnte bestätigt werden, dass die Abwasserwerte sich wieder im regulären Bereich befinden. Laut den Laborergebnissen geht von dem Wasser der Saale keine Gefährdung aus.
Titelbild: LRA-SOK, Wasserwerte wieder im Normbereich_Badeverbot zwischen Harra und der Saaldorfer Brücke wieder aufgehoben
Julia Weiß
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