Was ist nur los, in diesem, unserem Deutschland?

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von Brigitte Richter

 

Um den Wal, der in der Ostsee so langsam verendet, wird so ein Theater gemacht; die Medien sind voll davon. Dass aber auf der Welt jeden Tag Menschen an Hunger, Krankheiten und Kriegen sterben, das löst nicht so viel Empathie aus, wie ein Wal, der krank und orientierungslos seine Instinkte verloren hat.

 

Klar, will auch ich, dass dieser Wal wieder zurück ins offene Meer findet, dass er sich selbst retten kann. Nur was mit diesem Tier veranstaltet wird, übersteigt mein Realitätsbewusstsein. Und wie diese Aktion „missbraucht“ wird, für politische Botschaften, das ist verwerflich.

 

Vielleicht macht man die Insel Poel noch zum Wallfahrtsort, weil aus den Augen von Timmy blutige Tränen strömen, wie seinerzeit bei der Jungfrau von Lourdes.

 

Vielleicht haben schon einige Clevere ein neues Geschäftsmodell gerochen und ihre Frittenbude in der Nähe des Wales aufgestellt, damit die Schaulustigen nicht vor lauter Hunger umfallen….

 

Menschen sind die widerwärtigsten Kreaturen auf diesem Erdball.

 

Natürlich setzt jeder Mensch seine Prioritäten anders im Leben, aber was mit dem armen Wal gemacht wird, ist sicherlich nicht zu dessen Besten.

 

Würden all die schaulustigen Menschen, die sich die Tränen vor der Kamera aus den Augen wischen, auch um ein Kind trauern, das durch eine Granate seine Beine verloren hat?

 

Und würden all diese schaulustigen „Tierfreunde“ auch auf die Straße gehen, wenn es darum geht, gegen Kriegstüchtigkeit ein Zeichen zu setzen?

 

Und noch eine Überlegung: Wem tun die geschredderten Vögel leid, die von den unseligen Windrädern getötet werden, oder die mit zerfetzten Flügeln langsam vor sich hin sterben?

 

Der Wal soll leben und gesund ins Meer zurück schwimmen!

 

Ich hab ja nur mal mit- gedacht!

Titelbild: pixabay.com/Symbolfoto

 

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