Zwischen Bücherstapeln und literarischen Ideen schlägt auf der Leipziger Buchmesse auch das Theaterherz. Anlässlich des 200. Geburtstags von Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen präsentiert der Thüringer Wald das Theaterjahr 2026. Am Stand der Region können Besucher eine neue Broschüre entdecken, Selfies im historischen Kostüm machen und am Samstag sogar „Goethe“ persönlich begegnen.
Leipzig/Suhl. Wenn sich im Thüringer Wald der Vorhang hebt, beginnt nicht nur ein
Theaterabend – sondern eine Reise durch Geschichte und lebendige Bühnenkunst. Genau dieses
Erlebnis stellt der Regionalverbund Thüringer Wald e.V. auf der Leipziger Buchmesse vor und macht
neugierig auf das Theaterjahr 2026.
Im Mittelpunkt steht Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen, der im 19. Jahrhundert als
„Theaterherzog“ internationale Maßstäbe für das moderne Regietheater setzte. Mit dem
sogenannten „Meininger Stil“ prägte er die Theaterlandschaft weit über Thüringen hinaus und legte
den Grundstein für die bis heute lebendige Bühnenkultur in Meiningen und der gesamten Region.
„Das Theaterjahr 2026 macht erlebbar, wie tief Theater im Thüringer Wald verwurzelt ist. Dass hier
gleich drei Häuser ganzjährig mit eigenen Ensembles spielen, unterstreicht die außergewöhnliche
Kulturaffinität der Region. Wir laden dazu ein, diese besondere Theaterlandschaft zu entdecken –
von traditionsreichen Bühnen bis zu modernen Inszenierungen, eingebettet in die eindrucksvolle
Natur des Thüringer Waldes“, sagt Antonia Sturm, Geschäftsführerin des Regionalverbunds Thüringer Wald e.V.
Premiere der neuen Broschüre
Besucher der Buchmesse können am Stand des Thüringer Waldes einen ersten Blick auf die neue
Broschüre „Theaterjahr 2026 im Thüringer Wald“ werfen. Sie stellt fünf bedeutende Bühnen der
Kulturregion vor: das Staatstheater Meiningen, das historische Ekhof-Theater im Schloss
Friedenstein in Gotha, das Schiller-Theater Rudolstadt, das Liebhabertheater Schloss Kochberg
sowie das Landestheater Eisenach. Gemeinsam erzählen sie die Geschichte einer
Theaterlandschaft, die von barocken Bühnen bis zu modernen Spielstätten reicht und bis heute
überregional ausstrahlt.
Darüber hinaus gibt die Broschüre Inspiration für kulturelle Ausflüge in der Region – von Museen
und historischen Orten bis zu Wanderungen zwischen Meiningen, Gotha, Rudolstadt und Saalfeld.
Auch zwei besondere Sonderausstellungen werden vorgestellt: In Meiningen widmet sich eine große
Ausstellung dem Leben und Wirken Herzog Georgs II., während auf der Veste Heldburg das
Deutsche Burgenmuseum den Herzog als Bauherrn und Künstler in den Mittelpunkt rückt.
Selfie-Point und „Goethe“ am Messestand
Neben Informationen bringt der Thüringer Wald auch Mitmachangebote mit auf die Leipziger
Buchmesse. Ein Selfie-Point lädt Besucher dazu ein, in historische Kostüme zu schlüpfen und ein
Erinnerungsfoto aufzunehmen. Wer sein Bild anschließend auf Instagram teilt, kann Preise
gewinnen – darunter Theaterkarten, Museumsjahreskarten und Erlebnisangebote aus der Region.
Ein besonderes Programm erwartet Besucher der Buchmesse am Samstag: Dann ist „Goethe“
persönlich am Stand zu Gast. Gäste können Gedichte ziehen und vortragen lassen – ein literarischer
Moment, der an die enge Verbindung zwischen Literatur und Theater erinnert
Susann Eberlein
Regionalverbund Thüringer Wald e.V.
Bahnhofstr. 4 – 8
98527 Suhl





