Landrat Christian Herrgott und Dezernatsleiter Marcel Rauner besuchen auf Einladung des DRK vier Rettungswachen im Saale-Orla-Kreis
Schleiz. Am 11. Februar – dem Europäischen Tag des Notrufs – hat Landrat Christian Herrgott vier Rettungswachen im Saale-Orla-Kreis besucht, um sich über die Arbeit der Einsatzkräfte vor Ort, die Herausforderungen im Rettungsdienst-Alltag, die technische Ausstattung der Rettungswachen und die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt zu informieren.
Der europaweite Aktionstag wurde 2009 eingeführt, um aufzuzeigen, wie wichtig ein verlässliches Notrufsystem ist und um die Notrufnummer 112 bekannter zu machen. Passend dazu spendiert das DRK an diesem Tag allen in den Rettungswachen diensthabenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Pfannkuchen mit dem Schriftzug „112“ im Zuckerguss. Landrat Christian Herrgott übergab außerdem einen gut gefüllten Präsentkorb mit regionalen Produkten an die jeweiligen Mannschaften der Rettungswachen.
„Ich bin der Einladung des DRK an diesem wichtigen Tag gern gefolgt, um allen Einsatzkräften meinen Dank und meine Anerkennung auszusprechen. Hier in den Rettungswachen unseres Landkreises wird durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rettungsdienstes tagtäglich ein unverzichtbarer Beitrag für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger geleistet. Das verdient größten Respekt und höchste Wertschätzung“ betonte der Landrat bei seinen Besuchen. „Wir sind bestrebt, die Bedingungen für die Rettungskräfte kontinuierlich zu verbessern und das Rettungswesen im Landkreis zusammen mit dem Rettungsdienst-Zweckverband weiterhin zukunftssicher aufzustellen“, so Herrgott weiter.
Ein bedarfsgerechtes und gut strukturiertes Netz an Rettungswachen stellt besonders im ländlichen Raum eine unverzichtbare Säule der Daseinsvorsorge dar. Um die lückenlose medizinische Versorgung und die Einhaltung der vorgeschriebenen Hilfsfrist von 14 Minuten zu gewährleisten, ist eine dezentrale Stationierung von Rettungsmitteln hier eine wichtige Voraussetzung.
Dafür sorgt im Saale-Orla-Kreis die DRK Obere-Saale gGmbH zusammen mit der Rettungsambulanz Greiz GmbH. Insgesamt gibt es im Landkreisgebiet acht Rettungswachen, wobei die Standorte in Schleiz (am Trömel), Pößneck, Triptis, Gefell, Bad Lobenstein, Remptendorf (zukünftig Liebschütz) und Neustadt-Neunhofen durch das DRK besetzt werden und die Rettungswache in Schleiz-Oschitz durch die Rettungsambulanz Greiz.
In jeder der Rettungswachen ist ein Rettungswagen stationiert. In Schleiz (am Trömel), Pößneck und Bad Lobenstein gibt es außerdem jeweils ein Notarzteinsatzfahrzeug und je zwei – im Falle von Bad Lobenstein einen – Krankentransportwagen.
Ein Blick in die Statistik zeigt, dass es im vergangenen Jahr insgesamt 14.052 Rettungsdiensteinsätze im Saale-Orla-Kreis gab, davon waren 10.143 Rettungswageneinsätze und 3.909 Mal war das Notarzteinsatzfahrzeug im Einsatz. Im Vergleich zum Vorjahr ist diese Zahl erstaunlich stabil geblieben – 2024 gab es insgesamt 14.051 Einsätze.
Die Rettungswachen sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr besetzt und die Fahrzeuge Tag und Nacht einsatzbereit. Um diese lückenlose Versorgung zu gewährleisten, hat das DRK in den vergangenen Jahren einen Personalzuwachs von ca. 40 Personen verzeichnet und bildet seit acht Jahren auch selbst Rettungs- und Notfallsanitäter aus. Aktuell gibt es im Bereich des Rettungsdienstes 13 Auszubildende beim DRK im Saale-Orla-Kreis, berichtet Doreen Freyberg, die als Finanzvorstand im DRK Kreisverband tätig ist.
Bei den Rettungswachen-Besuchen in Schleiz (am Trömel), Triptis, Neustadt-Neunhofen und Pößneck informierten Rettungsdienstmanager Toni Heckert und Geschäftsführer sowie Vorstandsvorsitzender Marc Unverricht u.a. darüber, dass innerhalb eines Jahres sieben Rettungswagen durch neue Fahrzeuge mit modernster technischer Ausstattung ersetzt werden konnten. Hierfür hat das DRK etwa 325.000 Euro pro Fahrzeug investiert. „Die ausgemusterten Fahrzeuge werden aber nicht verkauft oder verschrottet, sondern sie werden als Reserve vorgehalten, um bei größeren Schadenslagen mit so vielen Rettungs- und Krankentransportwagen wie möglich im Einsatz sein zu können“, erklärt Marc Unverricht.
Zusammen mit dem ehrenamtlichen Bereich, zu dem u.a. die Wasserwacht, der Hausnotruf und die Psychosoziale Notfallversorgung gehören, hat das DRK aktuell etwa 30 Fahrzeuge im aktiven Einsatz. „Viele der Kolleginnen und Kollegen arbeiten hauptberuflich im Rettungsdienst und engagieren sich darüber hinaus auch ehrenamtlich beim DRK. Diese übergreifende Zusammenarbeit ist eine gute und wichtige Verbindung und ein großer Gewinn, wenn es um die bestmögliche Versorgung und die Sicherheit der Bevölkerung im Saale-Orla-Kreis geht“, betont Doreen Freyberg.
Julia Weiß
Pressestelle Landratsamt Saale-Orla-Kreis
Titelbild: Landrat Christian Herrgott und Dezernatsleiter Marcel Rauner (3. v. r.) besuchten zum Europäischen Tag des Notrufs zusammen mit Toni Heckert (1. v. r.), Marc Unverricht (2. v. r.) und Doreen Freyberg (Mitte) vom DRK das Team der Rettungswache in Pößneck. Zuvor waren sie auch in den Rettungswachen in Schleiz (am Trömel), Triptis und Neustadt-Neunhofen.
