Geflügelpest-Nachweise im Plothener Teichgebiet

Bei zwei verendeten Schwänen wurde die Aviäre Influenza nachgewiesen / Bergung weiterer toter Tiere durch äußere Bedingungen erschwert

 

Schleiz. Nachdem in den vergangenen Tagen mehrere Meldungen aus verschiedenen Regionen Thüringens erfolgten, gibt es nun auch neue Fälle der Geflügelpest im Saale-Orla-Kreis. Konkret wurde das Virus bei zwei Schwänen nachgewiesen, die am Montag, 16. Februar, von Tiergesundheitskontrolleurinnen des Landratsamtes im Plothener Teichgebiet eingesammelt wurden.

Direkte Auswirkungen auf Geflügelhalter in der Region haben die neuen Nachweise der Aviären Influenza jedoch nicht. „Wird das Virus bei Wildvögeln festgestellt, ergibt sich daraus keine zwangsläufige Notwendigkeit für weiterführende Maßnahmen. Geflügelhalter können eigenverantwortlich zusätzliche Schutzmaßnahmen ergreifen, aber es gibt keine Festlegungen durch das Veterinäramt“, erklärt Amtstierarzt Dr. Ingo Franz.

Weiterhin Bestand hat lediglich die Aufstallungspflicht in einem Radius von einem Kilometer rund um den Geflügelhof im Remptendorfer Ortsteil Thierbach. Wie verheerend die Auswirkungen sein können, wenn die Geflügelpest große Haltungen erreicht, zeigt der aktuelle Fall einer Putenmast im Kyffhäuserkreis. Dort mussten alle 10.500 Tiere unter amtlicher Aufsicht gekeult werden.

Unterdessen weist das Veterinäramt des Saale-Orla-Kreises darauf hin, dass es insbesondere im Plothener Teichgebiet immer wieder vorkommen kann, dass Spaziergänger tote Vögel entdecken. Erst am Donnerstag wurden ein weiterer Schwan und eine Stockente durch das Landratsamt eingesammelt.

Das ist allerdings nicht immer ohne Weiteres möglich, so dass verendete Vögel zum Teil auch vor Ort verbleiben. „Das Bergen der toten Tiere gestaltet sich schwierig, da die teils abgelassenen Teiche sehr schlammig, nur zum Teil gefroren und nur mit Flachwasser gefüllt sind“, berichtet Dr. Ingo Franz. In diesen Fällen wäre ein Bergen nur mit erheblichem Aufwand und unter großem Risiko für die Beteiligten möglich, weshalb nicht alle verendeten Tiere zeitnah eingesammelt werden können.

Alexander Hebenstreit

Pressesprecher Landratsamt Saale-Orla-Kreis

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