Inormation von DEGES, Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH
Im Rahmen einer Informationsveranstaltung in Saaldorf hat die DEGES
heute umfassend über den aktuellen Stand der Bauarbeiten beim Aus-
bau der B 90 bei Saaldorf informiert und einen Ausblick auf die weiteren
Arbeiten gegeben.
Nach der Unterbrechung infolge des tragischen Kranunfalls im Septem-
ber 2024 standen für die DEGES und die beteiligten Unternehmen zu-
nächst die Sicherheit und die vollständige Aufklärung des Unfallgesche-
hens an erster Stelle. Dazu gehörten Untersuchungen der
Ermittlungsbehörden, statische Prüfungen, ein detailliertes Schadens-
gutachten sowie die Überarbeitung des Bauzeitenplans. Die Entschei-
dungen zum weiteren Bauablauf sowie zur Terminschiene waren größ-
tenteils unmittelbar von den Ergebnissen der Gutachten abhängig.
Mit Abschluss aller Untersuchungen liegt nun ein neuer Zeitplan vor. Ziel
ist, den Verkehr im Sommer 2026 auf die neue Strecke zu verlegen.
Aktueller Baufortschritt
Die Arbeiten gehen in allen Trassenabschnitten inzwischen wieder konti-
nuierlich voran:
- Nach dem Abschluss der Untersuchungen zum Kranunfall wur-
den die Arbeiten an der neuen Stauseebrücke im August wieder
aufgenommen. Noch im Dezember 2025 soll der nächste und
größte Betonierabschnitt (fast 1.000 Kubikmeter Beton) für den - Brückenüberbau erfolgen. Die Überbaubetonage soll planmäßig
- im Mai 2026 abgeschlossen werden. Abschließend erfolgen die
- Asphaltierung und die Ausstattung der Brücke.
- Westlich der neuen Stauseebrücke ist der Rohbau der Stütz-
wand entlang der Friesabucht abgeschlossen. Als nächstes wird
die Stützwand komplettiert. Im kommenden Jahr wird die B 90
entlang der Stützwand verbreitert. - Die Arbeiten im Streckenabschnitt östlich der Stauseebrücke bis
Frössen wurden nach dem Kranunfall unvermindert fortgesetzt.
Zwischenzeitlich geänderte Grenzwerte in Bezug auf die Entsor-
gung von Erdmassen haben für diesen Abschnitt neue chemi-
sche Analysen des Bodens erforderlich gemacht. Ein angepass-
tes Entsorgungskonzept wird derzeit erstellt. Die damit
verbundene Verschiebung der Arbeiten in witterungsbedingt un-
günstige Zeiträume führt dazu, dass die Fertigstellung dieses Ab-
schnitts nicht wie ursprünglich vorgesehen Ende 2025 erfolgen
kann. Der Abschnitt soll nunmehr ebenfalls spätestens im Som-
mer 2026 für den Verkehr freigegeben werden.
Nach der Verkehrsfreigabe der Strecke der B 90 und der neuen Brücke
kann mit dem Abbruch der Bestandsbrücke begonnen werden. Für den
im Winter 2026/27 vorgesehenen Rückbau der alten Brückenpfeiler sind
die Abstimmungen mit Vattenfall abgeschlossen. Nach dem Rückbau
der Brücke wird die Anbindung der Straße zur Feriensiedlung fertigge-
stellt, anschließend werden die Baustellenflächen rekultiviert. Diese Ar-
beiten sollen Mitte 2027 abgeschlossen werden.
Über das Projekt
Das Projekt umfasst den Ausbau der B 90 in einem Bereich von etwa ei-
nem Kilometer westlich des Bleilochstausees bis vor der Anbindung an
die Landesstraße L 1093 westlich von Frössen. Die Länge der Projekt-
strecke beträgt rund 5,5 Kilometer.
Der erste Spatenstich für den Ausbau der B 90 erfolgte am 20. Juli
2023.
Im Zuge des Projekts wird die vorhandene Brücke über den Blei-
lochstausee neu gebaut. Ihr schlechter Erhaltungszustand macht den
Ersatzneubau notwendig. Die Bestandsbrücke dient während der Bau-
phase zur Aufrechterhaltung des Verkehrs. Nach Fertigstellung der
neuen Brücke und der Verkehrsfreigabe wird das alte Bauwerk abgebrochen.
Im Bereich der Bleilochtalsperre werden eine ca. 730 Meter lange Ufer-
stützwand sowie ein straßenbegleitender Geh- und Radweg auf einer
Länge von rund 1,1 Kilometern gebaut.
Östlich der Bleilochtalsperre wird im Steigungsbereich ein Zusatzfahr-
streifen für den langsam fahrenden Verkehr entstehen.
Über die DEGES: Die DEGES ist eine Projektmanagementgesellschaft von
Bund und Ländern. Sie verantwortet die Planung und die Baudurchführung
für den Neubau und die Erweiterung von Autobahnen und Bundesstraßen.
Autobahnprojekte setzt die DEGES im Auftrag der Autobahn GmbH des
Bundes um, Bundesstraßenprojekte im Auftrag der Bundesländer.
Titelbild: Redaktion







